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Durch Nachrüsten Steuern sparen

Nach anfänglichen Irritationen sind Partikelfilter für Diesel-Fahrzeuge inzwischen ebenso selbstverständlich geworden wie Dreiwegekatalysatoren für Benziner. Zumindest für neue Autos. Auch für Diesel-Transporter mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen wächst das Angebot neuer Modelle mit Filtersystemen. Ebenso wie beim Pkw eliminieren sie rund 90 Prozent der Rußpartikel. Bei älteren Fahrzeugen lohnt sich das Nachrüsten, weil sich so Steuern sparen lassen, die Umwelt geschont wird, und der Wiederverkaufswert des Autos steigt.

Seit 1. Juni 2010 können wieder Anträge auf eine Barförderung von 330 Euro gestellt werden. Das gilt für Besitzer von Diesel-Pkw, aber auch erstmals für Wohnmobile und leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen. Der Förderzeitraum endet am 31. Dezember 2010 - oder wie bei der Umweltprämie, wenn der Topf leer ist.

Für die klassische Nachrüstung werden "offene" Filtersysteme eingesetzt, die die Partikel um mindestens 30 Prozent reduzieren. Sie kosten inklusive Einbau ab 700 Euro. Technisch aufwändiger und viel teurer sind "geregelte" Systeme, die die Partikel um bis zu 90 Prozent senken, aber gegenüber der einfacheren und preiswerteren Lösung keine steuerlichen Vorteile bieten.

Die Nachrüstung erfolgt unter anderem in den über 38 300 Kfz-Meisterbetrieben, die für Abgasuntersuchungen zugelassen sind. Sie bestätigen auch die Umrüstung mit einer Abnahmebescheinigung zur Vorlage bei der Zulassungsstelle. Nimmt ein Betrieb die Nachrüstung vor, der keine Zulassung für Abgasuntersuchungen hat, muss die Abnahme von einem amtlich anerkannten Sachverständigen oder einem gleichgestellten Prüfer durchgeführt und bescheinigt werden. Das kostet zusätzlich.